Besuch des Flughafens Köln/Bonn - Diskussion zur Fluglärmproblematik in Niehl

July 14, 2017

Am 13.07.2017 hat eine bunte Gruppe aus Niehler Bürgern, CDU-Mitgliedern und weiteren Interessierten auf Einladung von Ratsmitglied Christoph Klausing den Flughafen Köln/Bonn "Konrad Adenauer" besichtigt. 

 

Fluglärm in Niehl

 

Die Veranstaltung wurde bereits bei der Einladung durch engagierte Bürger, die vom Fluglärm konstruktiv-kritisch begleitet (https://niehlerlaerm.wordpress.com/2017/05/20/pr-initiative-der-politik/), da alleine eine Diskussion beim Flughafen natürlich die Perspektive des Flughafens stark fokussiert. Durch die Begleitung zum Flughafen wurde auch diese kurze Diskussion zu einem guten Anpack, dass die weiteren Besucher einen guten Einblick in die Belange der verschiedenen Interessengruppen bekamen.

 

In Köln Niehl wird mit unabhängigen Messtationen der Fluglärm gemessen, wobei die gemessenen Werte (bis zu 80-85 dB) mitunter von denen die vom Flughafen angenommen werden (max. 70 dB) abweichen. Durch den Besuch konnte hier eine gemeinsame Messung gemeinsam mit dem Flughafen Köln/Bonn verabredet werden. 

 

Der Flughafen Köln/Bonn bietet online Informationen zu Lärm- & Fluglärminfos, aktiven Schallschutz, Flugrouten, Lärmmessung und Flugbewegungen.

 

Auf http://travis.koeln-bonn-airport.de/ werden die aktuellen Flugbewegungen und die damit verbundenen aktuellen Lärmpegel an den Messtationen über Köln dargestellt.

 

Lt. Homepage engagiert sich der Flughafen Köln/Bonn gegen Fluglärm: 

 

"Zum Beispiel darf der Flughafen nachts nicht im Sichtflug angeflogen werden, und die Höhe für den Landeanflug aus Richtung Süden wurde vergrößert dadurch vermindert sich der Lärm am Boden. Lärm mindernde Start- und Landeverfahren wurden eingeführt, die Flugrouten gebündelt. Zum Schutz vor Bodenlärm wurden Lärmschutzwände errichtet und ein Sonderprogramm im Nahbereich des Flughafens umgesetzt. Triebwerkprobeläufe finden in der eigens gebauten Lärmschutzhalle statt.

 

Wer auf dem Köln Bonn Airport zur Nachtzeit starten oder landen will, muss strenge Auflagen erfüllen. Start- und Landeerlaubnis erhalten seit 1997 grundsätzlich nur noch solche Flugzeuge, die nach internationaler Festlegung als „lärmarm” eingestuft sind. Seit dem 01.11.2002 dürfen lediglich Flugzeuge, die auf der Bonusliste stehen, zwischen 22 Uhr und 6 Uhr starten und landen. Und selbst diesen Flugzeugen stehen nachts längst nicht alle Bahnen offen. In drei von sechs An- und  Abflugbereichen besteht völliges Start- bzw. Landeverbot

 

Mehr Fracht bedeutet keineswegs mehr Flugbewegungen. Die Maschinen werden größer, moderner und auch leiser, d. h., lärmkritische Flugzeuge werden durch leisere ersetzt oder Flüge zeitlich verlegt. Die Flughafen Köln/Bonn GmbH wirkt mit Erfolg auf die Frachtcarrier ein, ihre Flugzeugflotte weiter zu modernisieren.

Um die umliegende Bevölkerung vor Fluglärm besser schützen zu können, hat die Flughafen Köln/Bonn GmbH auf freiwilliger Basis das umfangreichste Programm zum Passiven Schallschutz in Deutschland aufgelegt. Zirka 85 Mio. Euro stehen für den Einbau von speziellen Schallschutzfenstern und Raumlüftern auf Kosten der Flughafengesellschaft zur Verfügung. Zum aktuellen Nachtschutzgebiet gehören rund um den Flughafen rd. 850 Straßen mit 17.500 Häusern. Das ist eine freiwillige Leistung und erheblich mehr, als das Gesetz verlangt. Großes Lob erhielt das Programm dann auch von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen (ADF), und zwar speziell für die außergewöhnlich hohen Ausgaben und die unbürokratische Abwicklung."


Zahlen zum Flughafen

 

Anders als viele andere Flughäfen, die heute schon mit Engpässen leben müssen, verfügt der Köln Bonn Airport über eine der grössten Reserven an Start- und Landebahnkapazität im deutschen Luftverkehr. Für Fluggesellschaften bedeutet dies die freie Wahl von Slots zur Optimierung ihres Flugplans. Das moderne Start- und Landebahnsystem des Köln Bonn Airport, dessen längste Bahn 3.815 m (Cat III A) misst, ermöglicht Nonstop-Flüge vollbeladener und vollbetankter Jets in alle Welt.

Auf vielen Ebenen sorgt der Köln Bonn Airport für positive Effekte in der regionalen Wirtschaft: Er ist einer der zehn größten Arbeitgeber und wichtiger Auftraggeber in der Region, belebt Einzelhandel und Gastronomie und lockt innovative Unternehmen an. Mehr als 13.300 Menschen sind direkt am Flughafen beschäftigt, 60 Prozent davon Vollzeit. In seiner Umgebung hängen noch mal ebenso viele Arbeitsplätze vom Flughafen ab. Diese Mitarbeiter leben in der Region, hier geben sie ihr Geld aus. Die Prognosen sagen, dass die Zahl der Beschäftigten gerade im  Frachtbereich auch langfristig noch steigen wird.
 


 

 

 

 

 

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